Unterstütze mit uns gemeinnützige Projekte

Neben der nautischen Ausbildung der Jugendlichen fördern wir ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Hilfsbereitsschaft und ihr Umweltbewusstsein mithilfe von verschiedenen Projekten.

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Gemeinnützige Projekte

Neben der nautischen Ausbildung ist es uns wichtig, dass die Jugendlichen auch ihre sozialen Kompetenzen weiter entwickeln können. Durch Projekte, deren direkter Nutzen anderen zu Gute kommt, sollen alle, die vom Angebot des OYS und dem Leben in der Schweiz profitieren, einen Teil an andere Jugendliche und die Umwelt zurückgeben. Die jungen Erwachsenen entwickeln ihr Verantwortungsbewusstsein, ihr Umweltbewusstsein und ihre Hilfsbereitschaft so auf verschiedenen Ebenen weiter. Der Katamaran kann als schwimmende Plattform betrachtet werden um die gemeinnützigen Projekte an verschiedenen Orten zu realisieren.

Um diese Ziele mit den Jugendlichen zu erreichen, suchen und realisieren wir Projekte in den Bereichen Jugend, Umwelt und Meer und unterstützen diese zusammen mit den Jugendlichen. Aktuell führt das Ocean Youth Sailing folgende Projekte durch:

Projektwochen mit Schulen

In Zusammenarbeit mit Schulen führen wir Projektwochen mit integrierten Ausbildungseinheiten durch. Dazu gehören Themen wie Nachhaltigkeit, Schiffsbau, Segeln, Projektmanagement und Teamarbeit. Dabei organisieren sich die Schüler eine Woche lang in Teams auf dem Bau und dann später auf dem Katamaran. In diesen intensiven Projektwochen erlernen sie den Umgang mit neuen Materialien und Werkzeugen sowie soziale Kompetenzen. Zudem haben sie die Möglichkeit erste Segelerfahrungen auf Jollen beim Jugendsegeln Steckborn zu sammeln. 

Wissen wollen, wie das schwimmt (Artikel in den Kreuzlinger Nachrichten, 22.05.2017)

Während einer Projektwoche des Sekundarschulzentrums Remisberg arbeiten zehn Schüler und Lehrer Holger Thaa am Hochseekatamaran von Ocean Youth Sailing mit. (Bild: Judith Schuck)

Judith Schuck, Bottighofen ⋅ Seit gut einem Jahr wird in der Bottighofer Werft an einem Grossprojekt gewerkelt: Der 2014 gegründete gemeinnützige Verein «Ocean Youth Sailing» bastelt hier gemeinsam mit vielen freiwilligen Helfern einen 13,6 Meter langen Hochseekatamaran. Im Rahmen einer Projektwoche packen nun auch zehn Schüler des SSZ Remisberg mit Lehrer Holger Thaa tatkräftig mit an.

Kreuzlingen Das doppelrumpfige Hochseeboot ist schon so weit im Bau vorangeschritten, dass es gerade noch in das eigens dafür aufgestellte Zelt hineinpasst. Lukas Ruppen ist der Schiffsverantwortliche in der Bautruppe und aktualisiert den derzeitigen Stand des Katamarans: «Wir haben inzwischen beide Rümpfe zusammen und alle strukturellen Verbindungen sowie die Aussenhaut fertiggestellt.» Als nächster Schritt werde das Deck montiert. Mit den Schülern haben sie schon DuFlex-Platten zur Isolierung aufgeklebt. «Die Platten müssen wir dann noch ausrichten, damit es eine schöne Flucht gibt», erklärt Ruppen. Mit dem Bau seien sie momentan genau im Zeitplan, in einem Jahr soll alles fertig sein und der Katamaran in See stechen, ins Mittelmeer. Hier wird er für Ausbildungszwecke und mobile soziale Projekte genutzt werden. «Zweidrittel der Sponsoren haben wir beisammen; es fehlen allerdings noch Gelder für Motor, Segel und Luken», sagt Ruppen. Ihre «Dream-Vision» sei ein Elektromotor, um auf Diesel verzichten zu können.

Teamwork mit Endprodukt

Der Lehrer Holger Thaa kam auf die Katamarangruppe zu, da er es eine tolle Idee findet. Er habe selbst schon 15 Jahre an einem Boot gebaut. «In der Projektwoche können die Jugendlichen sehen, wie ein Schiff entsteht. Es ist eine aktive und sinnvolle Arbeit, bei der man ein Produkt sieht.» Ausserdem schaffe man etwas im Team, was eine wichtige Erfahrung sei, und auch das handwerklich-technische Werkeln sei für viele neu. «Die Schüler brauchen dazu Ausdauer, lernen, an einer Sache dranzubleiben.»

Junge Bootsbauer

Warum sich die «Oberstüfler» Noah Pleupler und Mattia Honegger gerade für dieses Projekt entschieden haben, erklären sie folgendermassen: «Ich interessiere mich für Boote und wollte einfach mal sehen, wie eines gebaut wird und es nachher dicht bleibt», sagt Noah Pleupler. Und Mattia wollte wissen, wie so ein Boot aufgebaut ist: «Und wie es zusammenhält, sein Gewicht vom Wasser getragen wird.» Körperlich sei die Arbeit nicht so anstrengend, finden die Jungs, aber sie sind ja auch ein gutes Team. Die Projektwoche des Sekundarschulzentrum Remisberg fand vom 15. bis 19. Mai statt.

Quelle: http://www.kreuzlinger-nachrichten.ch/kreuzlingen/detail/article/wissen-wollen-wie-das-schwimmt-00114058/

Beachcleaning

Beachcleaning

In Zusammenarbeit mit dem Jugendsegeln Steckborn, dem Yachtclub Schaffhausen und dem Segelclub Steckborn beteiligt sich das Ocean Youth Sailing an Beachcleaning Aktionen am Ufer des Untersees, bei der dieses einen Tag lang gesäubert wird.

Das Seeufer wird immer sauberer, Artikel im Tagblatt, 23. Februar 2016

Seeputzer vom Segelclub Steckborn, dem Jugendsegeln Steckborn und dem Schaffhauser Yachtclub mit dem eingesammelten Abfall. (Margrith Pfister-Kübler)

MARGRITH PFISTER-KÜBLER, STECKBORN ⋅ Rund 40 Mitglieder der Segelclubs Steckborn und des Yachtclubs Schaffhausen haben von Hand das sieben Kilometer lange Seeufer von Steckborn gereinigt. Nebst viel Abfall wurden mit einer Flaschenpost auch Trouvaillen gefunden.

Ausgerüstet mit Greifzangen und Abfallsäcken haben sich rund 40 Wassersportler zum «Clean up day» getroffen. Mitglieder des Segelclubs Steckborn, von Jugendsegeln Steckborn und des Yachtclubs Schaffhausen teilten sich in verschiedene Gruppen ein. Von der Grenze zu Berlingen beim Pipo-Parkplatz bis zur Grenze zu Mammern trotzten sie am Samstag nicht nur dem garstigen Wetter und säuberten das Seeufer. Wegen des hohen Wasserstandes putzten sie teilweise auch an Land bis zur Hauptstrasse.

In Sachen Umweltschutz wurden in Steckborn schon in der Vergangenheit bedeutende Erfolge erzielt. Der Hafen ist mit dem «Blauen Anker», dem Umweltprogramm der Internationalen Wassersport-Gemeinschaft, ausgezeichnet.

Bessere Bilanz als im Vorjahr

Durchfroren kamen die «Clean-up»-Leute nach zweieinhalb Stunden zurück mit ihrer Ausbeute. «Wir sammelten nicht einmal halb soviel Abfall ein wie im vergangenen Jahr», stellte Stadtrat Jörg Ferkel zufrieden fest. Entlang der Wohn- und Ferienhäuser mit Seeanstoss wurde vorbildliche Sauberkeit festgestellt. «Die Steckborner sind suuberi Lüüt», sagte Drachen-Segler Walo Hauser aus Berlingen. Auch der Frauenfelder Rolf Schlaginhaufen, Präsident des Segelclubs Steckborn, lobte: «Steckborn ist sauberer geworden.» Er beklagte aber auch, dass es trotzdem immer noch viele verantwortungslose Leute gebe, die ihren Abfall liegen lassen. «Vor allem in den Büschen fanden wir viel Unrat», sagte Paul Biagioli, der auf die Seeputzete vor drei Wochen in Romanshorn aufmerksam machte. Und bei den öffentlich zugänglichen Uferabschnitten gab es weiteren Grund zur Klage. «Da lag wirklich viel Abfall herum», sagte Biagioli.

Die Abfallsäcke wurden gefüllt mit Zigarettenstummeln, Papier, Bierflaschen, Taschentüchern, PET-Flaschen, Alu-Dosen. Hin und wieder kamen auch spezielle Fundgegenstände wie ein Motorradhelm, ein Velorad, Blechstangen oder Autoteile zusammen.

Die Flaschenpost aus Krefeld

Verstreut auf 400 Meter Ufer wurden die Teilchen einer Kreditkarte gefunden, die zusammengesetzt werden konnte. Am Ufer nahe des Wohnsitzes des Schaffhauser Ex-Stadtpräsidenten und Seglers Thomas Feurer entdeckte Seeputzer Roland Nater eine Flaschenpost von einem Mädchen namens Chega aus Krefeld, welches diese am 13. Februar in Wangen ennet am See ins Wasser geworfen hatte. Im Brieflein wurde gebeten, ein paar Zeilen zu ergänzen und alles wieder ins Wasser zu werfen, damit die Botschaft über den Rhein nach Krefeld treibe. «Gefunden beim <Blauen Anker> – Seeputzete in Steckborn. Schwimm weiter Richtung Krefeld», ergänzte Roland Nater die Flaschenpost und übergab sie wieder dem See.

Traditionell gab es nach der Seeputzete als Dank für alle Seeputzer eine «Suppe mit Spatz» von Peter Hottiger, dem Präsidenten des Yachtclubs Schaffhausen.

Er lobte das Umweltbewusstsein der Clubs und die Organisation des «Clean up day» durch Peter Röthlisberger, den ehemaligen Präsidenten des Segelclubs Steckborn. Einmal mehr habe sich die Seeputzete als Massnahme zur Emissionsminderung bewährt.

Arbeitsintegrationsprojekt

Ausgangslage

Da unsere Werft inkl. voll ausgestatteter Werkstatt während der Woche nicht benutzt wird, haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, unsere Werft im Rahmen eines Arbeitsintegrationsprojektes auch unter der Woche sinnvoll einsetzen zu können.

Ziele

Zusammen mit der Peregrina Stiftung haben wir ab Januar 2017 ein Arbeitsintegrationsprojekt gestartet. Ziel ist es, anerkannten Flüchtlingen den Einstieg ins Arbeitsleben zu erleichtern und ihnen eine genaue Arbeitsweise zu vermitteln. Während der Bauphase können unsere Mitglieder jeweils zwei bis drei Personen ausbilden und ihnen eine einmalige Erfahrung ermöglichen.

Unser Hauptaugenmerk liegt darin, den Teilnehmenden anhand der Arbeit an unserem Projekt wertvolles Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln. Dies erreichen wir durch regelmässige Ausbildungsblöcke. Bei diesen Blöcken vermitteln Mitglieder des Ocean Youth Sailing oder externe Experten die entsprechenden theoretischen Grundlagen und führen eine Einführung in die praktischen Arbeiten durch. Wir führen handwerkliche Ausbildungseinheiten in der vollausgestatteten Werkstatt des Ocean Youth Sailing im Bereich der Berufsgattungen Schreinerei, (Technischer) Modellbauer, Schlosser, Elektriker / Elektroniker und Sattler durch.

Bisherige Erfolge

Wir erhoffen uns durch das Arbeitsintegrationsprojekt gemeinsam mit der Peregrina Stiftung die handwerklichen Fertigkeiten der teilnehmenden Personen zu fördern, sie in den Arbeitsalltag einzuführen und die Personen in die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu begleiten. 

Wir sind stolz, dass einer der Flüchtlinge aufgrund der gesammelten Erfahrungen im Arbeitsintegrationsprojekt bereits eine Praktikumsstelle finden konnte.

 

Integration von arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Seit Baubeginn integrieren wir interessierte arbeitslose und stellensuchende Jugendliche und junge Erwachsene in den Verein und den Katamaranbau. Wir erhoffen uns ihnen durch eine sinnvolle Beschäftigung und soziale Integration eine Struktur in ihrem Alltag zu geben und sie für die Stellensuche zu motivieren.

Es ist nicht selbstverständlich dass wir in einem wohlhabenden Land mit einem hochstehenden Bildungs- und Sozialsystem aufwachsen dürfen.

Ideen für zukünftige Gemeinnützige Projekte

Im Laufe der nächsten Jahre und sobald der Katamaran im Meer schwimmt, werden die gemeinnützigen Projekte weiter ausgebaut. Sowohl die Ideen als auch Planung und Durchführung soll im Rahmen von Projektentwicklung, vor allem durch die Jugendlichen selbst geschehen und der Katamaran kann als Basisstation für deren Realisierung dienen.

Mobile Werkstatt

Während Hochseetörns führen wir eine komplett ausgestatte Werkstatt auf unserem Katamaran mit uns. In Kooperation mit internationalen Jugendhilfeorganisationen wollen wir lokale Bauprojekte wie beispielsweise den Bau von kleineren Infrastrukturprojekten realisieren.

Mobile Forschungsplattform

Als schwimmende Insel mit naturwissenschaftlich ausgebildeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen stellen wir uns für Forschungsprojekte von Universitäten, Fachhochschulen und anderen Institutionen zur Verfügung. Ein Beispiel für ein unterstützungswürdiges Projekte ist z.B. The Ocean Cleanup.

Mobiles Know-How

Als gut ausgebildete Jugendliche können wir handwerkliche, technische, medizinische und viele weitere Fähigkeiten und Wissen vermitteln und uns bei der Umsetzung von gemeinnützigen Projekten beteiligen. 
Ein Beispiel für ein unterstützungswürdiges Projekt, in welchem sich Mitglieder des Ocean Youth Sailing bereits engagieren ist
CYCLE FOR SAFISHA AFRICA (CFSA).

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